Platen-Gymnasium Ansbach

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In den großen Metropolen Chinas28. Juni 2011

Vom 24. April bis zum 9. Mai besuchten 32 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Feuchtwangen und des Platen-Gymnasiums die chinesische Partnerstadt JingJang der Stadt und des Landkreises Ansbach. Simone Steinheimer und Thomas Keuerleber begleiteten unsere Schüler. Besonders beindruckend: Die Wirtschaftsmetropole Shangai und die Landeshauptstadt Peking

In den großen Metropolen Chinas

Am Ostersonntag, den 24. April, brach unsere 36-köpfige Delegation, die aus 18 Platensern, 14 Gymnasiasten aus Feuchtwangen, 3 Lehrern und unserem Reiseleiter Wei bestand, um 8 Uhr nach Frankfurt auf. Von dort flogen wir 10 Stunden nach Shanghai. Es erwarteten uns sehr viele neue Eindrücke und Erlebnisse. So stehen beispielsweise an Straßenkreuzungen die Ampeln nicht auf der Seite, auf der man mit dem Auto anhält, sondern auf der gegenüberliegenden Seite. Weiter ist in China der Verkehr auch vielfach anders geregelt. Es wird links, rechts, auf dem Standstreifen oder auch einmal auf der stark befahrenen Gegenfahrbahn überholt - alles ganz normal. Ein weiteres wichtiges Instrument beim Fahren in China ist die Hupe. Ohne Hupe geht nichts. So hört man tagsüber und nachts nur ein einziges Hupkonzert in der Stadt. Eine weitere Besonderheit in China ist das Essen mit Stäbchen. Diese Technik hat fast jeder der Reiseteilnehmer sehr schnell herausgefunden. Aber zurück zu Shanghai: Die Finanzmetropole Chinas war für viele um einiges beeindruckender als gedacht, so wurde man fast schon erdrückt von den vielen riesigen Wolkenkratzern. Noch beeindruckender war die Skyline Shanghais bei Nacht - gesehen während einer Bootsfahrt auf dem Jangtsekiang. Für viele Schüler war dieses Erlebnis der Höhepunkt der China- Reise.

Doch schon bald ging es weiter nach JingJiang, die chinesische Partnerstadt Ansbachs, in der die chinesischen Austauschschüler leben. Nach der Besichtigung des größten Parks der Stadt und einem Begrüßungsabendessen war es endlich so weit: Wir lernten unsere Austauschpartner kennen. Alle Deutschen bekamen einen riesigen Blumenstrauß geschenkt, auch die Jungen! Der Tag war anstrengend und der Wecker würde am nächsten Morgen um 6.00 klingeln. Daher ging es nicht allzu spät ins Bett. Am nächsten Tag konnten wir dann auch die Gegend besser kennen lernen. So besichtigten wir ein Kloster auf einem nahegelegenen Berg, eine Firma für Solarheizungen und die nahegelegene Stadt Nanjing. Sehr viel Spaß machte auch das Billardspielen an den meisten Abenden zusammen mit den chinesischen Austauschschülern und anderen Deutschen.

Erstaunlicherweise gab es ein paar gute Restaurants mit westlicher Küche. Noch überraschender war, dass es in China anscheinend normal ist, beim Essen aufzustehen, in einen nahegelegenen Supermarkt zu gehen und mit den dort gekauften Getränken zurück ins Restaurant zu kommen.

Nun stand das Wochenende ohne fest vorgegebenes Programm an, das viele Deutsche zusammen mit ihren Austauschpartnern in einem nahegelegenen Dinopark verbrachten (den Samstag zumindest). Dieser war aber so überfüllt, dass man für eine Attraktion zwischen 2 und 4 Stunden anstehen musste, weshalb wir die meiste Zeit mit einem kleinen Bus fuhren. Am Sonntag besuchten viele von uns eine Hochzeit, da der 1. Mai - also eben dieser Sonntag - in ganz China ein Feiertag ist und dann ganz viele Hochzeiten stattfinden. Für uns komisch: bei Hochzeiten wird Karaoke gesungen. Karaoke scheint zum Leben der Chinesen dazuzugehören, was schon die vielen Karaokebars belegen. Aber auch bei uns Deutschen kam dieser „Volkssport" sehr gut an.

Am übernächsten Tag besuchten wir erstmals die Schule. Der chinesische Unterricht unterscheidet sich sehr von unserem. Das fängt schon bei den Klassenzimmern an: für die ca. 60 Schüler großen Klassen waren die Zimmer gefühlt kleiner als die deutschen Klassenzimmer für 30 Schüler; außerdem war jeder Raum mit einer Videokamera ausgestattet! Sehr verwunderlich für uns war auch, dass sich die chinesischen Schüler nicht melden. Wenn sie vom Lehrer aufgerufen werden, müssen sie aufstehen. Der morgendliche Schulsport zeigte, dass Disziplin in China großgeschrieben wird.

Bald darauf hieß es jedoch Abschied nehmen von unseren Austauschpartnern, aber nicht ohne einen großen Abschlussabend, bei dem sowohl Chinesen als auch Deutsche kleine Einlagen darboten, z.B. einen Gruppen-Discofox , Musikstücke auf traditionellen chinesischen Instrumenten, einen Deutschkurs und vieles mehr.

Doch Peking bzw. Beijing rief und wir mussten nach einer Woche in JingJiang aufbrechen.

Peking beeindruckte uns sehr. Herausragende Attraktionen, wie beispielsweise die Verbotene Stadt, aber auch die Moderne der Stadt brachten uns zum Staunen. Natürlich waren wir dort auch wieder Touristen, die alles besuchen mussten, was Peking zu bieten hat. Dazu gehörte selbstverständlich neben der Verbotenen Stadt und dem Tiananmen-Platz (der Platz des Himmlischen Friedens) auch der Himmelstempel und das „Vogelnest". Sehr interessant war auch die Besichtigung des wahrscheinlich berühmtesten Bauwerks Chinas, der Großen Mauer. Die grandiose Aussicht wurde nur von den vielen Touristen und den unzähligen Stufen getrübt.

Die Tage vergingen viel zu schnell und wir mussten schon bald wieder nach Hause fliegen. Nach einem leicht turbulenten Flug kamen wir gut und pünktlich am Montag, den 9. Mai, in der Frühe in Frankfurt an. Alles in allem war es ein sehr schöner und mit vielen neuen Eindrücken gespickter Austausch, der uns allen wahrscheinlich für immer in Erinnerung bleiben wird.

Wer jetzt neugierig geworden ist oder noch mehr Informationen über unseren Austausch in Erfahrung bringen möchte, der kann auf einem Internetblog weiterlesen, den ich (Jonas Weiß) zu unserem Austausch erstellt habe. Ein Blog ist meistens ein privates Tagebuch oder Journal im Internet.

Das Gruppenbild mit dem Hintergrund "Chinesische Mauer" kann auch vergößert betrachtet werden.

Michael Sammler und Jonas Weiß (beide 10a)

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