Der Wahlspruch Frankreichs Liberté, Egalité, Fraternité
steht für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
.

Der Französischunterricht als Vermittlung der Sprache eines Nachbarlandes, aber auch einer Weltsprache, hat natürlich in erster Linie die kommunikative Kompetenz zum Ziel; d.h. der Schüler soll progressiv in die Lage versetzt werden, sich in angemessener Weise über ein Thema in der Fremdsprache zu unterhalten.
Dabei steht am Anfang das Benennen von Dingen des täglichen Lebens, das Äußern von Wünschen, das Einholen von Auskünften sowie das Erledigen von Besorgungen im Vordergrund. Mit fortschreitendem Alter und größerer Reife lernt der Schüler, Informationen über aktuelle Ereignisse zu sammeln, seine Meinung zu bilden und Wertungen abzugeben.
In einer dritten Phase wird der Schüler an die Literatur und das Geistesleben sowie die Künste herangeführt, um seinen Horizont zu erweitern und die Welt, in der er lebt, aus dem Blickwinkel des Partners sehen zu lernen. Dies alles geschieht in der Sprache des Nachbarlandes, dessen Anderssein er zwangsläufig kennen und verstehen lernt.

Während die bisherigen Ausführungen weitgehend für den Erwerb aller lebenden Fremdsprachen gelten, liegt im Französischunterricht die Betonung eindeutig auf der Pflege der Sprache, der Aussprache, dem wohlformulierten Satz, der gut klingt. Die Pflege der Sprachkultur ist ein typisch französisches Anliegen und somit Teil des landeskundlichen Wissens, ebenso wie das Wissen um das savoir vivre
, die französische Lebensart, die sich nur dem erschließt, der sich auf sie einlässt, und die sich eben nicht durch bloßes Vergleichen darstellen lässt. Der Französischunterricht will keine kleinen Franzosen aus den Schülern machen. Er will sie jedoch sehr wohl befähigen, sich beispielsweise bei einem Gaststudium in Frankreich zurechtzufinden, sich auf Reisen in ferne Länder zu verständigen, aber auch zu Hause Gäste aus anderen Ländern zu empfangen und teilzunehmen an der internationalen Kommunikation, zu der uns die neuen Medien geradezu herausfordern.
Einen ganz wesentlichen Beitrag dazu lieferte und liefert hoffentlich weiterhin der Austausch mit unserer Partnerschule Les Minimes
in Lyon. Er hat viele Freundschaften gestiftet, die über lange Jahre Bestand hatten und haben. Wir unternehmen auch Studienfahrten nach Paris oder zu anderen Zielen in Frankreich und nehmen französische Gastschüler bei uns auf, weil wir Wert auf die praktische Umsetzung des Gelernten legen. Der größte Erfolg für uns ist, wenn sich Schüler ganz selbstverständlich in anderen europäischen Ländern bewegen, wenn es beispielsweise heißt: Also tschüs, bis morgen früh am Gare de l’Est
.
Platen-Gymnasium Ansbach · Bahnhofplatz 15 · 91522 Ansbach
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