Physik-Oberstufenexkursion an das Kurt-Schwabe Institut für Biosensorik
Prof. Dr. Rant erforscht mit physikalischen Hilfsmitteln biologische Systeme
Physik-Exkursion des Platen Gymnasiums führt Schülerinnen und Schüler an die Grenze des Messbaren
Was passiert, wenn schulische Physik den Klassenraum verlässt und dort ankommt, wo an den Grenzen des heute Messbaren geforscht wird? Diese Frage beantwortete die Physik-Exkursion des Platen-Gymnasiums am 4. Februar 2026 eindrucksvoll mit einem Besuch am Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik (KSI) in Meinsberg/Sachsen.
Die Schülerinnen und Schüler der Q12 und Q13, die am Platen-Gymnasium im Grund- oder Leistungsfach Physik belegen, erhielten dort einen unmittelbaren Einblick in moderne naturwissenschaftliche Forschung – nicht aus dem Lehrbuch, sondern mitten im Labor. Begleitet wurden sie von zwei 11.-Klässlern, die dieses Thema im Rahmen der Wissenschaftswoche gewählt hatten.
In seinem mitreißenden Vortrag „Biosensoren: vom Molekül zur Zelle“ zeigte Prof. Dr. Ulrich Rant (Institutsleiter sowie Professor für physikalische Chemie an der TU Dresden), wie physikalische Prinzipien genutzt werden, um biologische Prozesse auf molekularer Ebene sichtbar zu machen. Dass Physik dabei keineswegs abstrakt, sondern hochrelevant für Medizin, Umweltanalytik und Zukunftstechnologien ist, wurde für die Jugendlichen schnell greifbar.
Besonders prägend war die anschließende Institutsführung, bei der die Schülerinnen und Schüler sechs teils hochmoderne Forschungsstationen durchliefen: von der Arbeit mit humanen Krebszellen über 3D-Drucker auf Nanometerskala (die zur Herstellung eines Fangkäfigs für in einer Flüssigkeit schwimmende Krebszellen genutzt wurden), Elektronenmikroskopie mit atomarer Auflösung und elektrochemische Sensorik bis hin zur Mikro- und Nanofabrikation für DNA-basierte Messverfahren. In der institutseigenen Werkstatt schließlich wurde deutlich, wie aus einer wissenschaftlichen Idee ein reales Bauteil entsteht – ein Moment, der Theorie und Praxis auf eindrucksvolle Weise verband.
Begleitet wurde die Exkursion im Rahmen der Wissenschaftswoche von Herrn Dr. Engelhardt und Herrn Scherer, beide studierte Diplom-Physiker, die die Inhalte didaktisch vorbereiteten und einordneten:
„Unser Ziel ist es, naturwissenschaftliche Neugier zu wecken und zu zeigen, dass Physik ein lebendiges, gestaltendes Fach ist, das an den Fachgrenzen zur Chemie und Biologie erst nochmal richtig spannend wird."
Die Exkursion ist Ausdruck der klaren naturwissenschaftlichen Profilierung des Platen-Gymnasiums, das seinen Schülerinnen und Schülern immer wieder authentische Einblicke in Forschung und Wissenschaft ermöglicht.
Für viele Teilnehmende war der Tag am KSI mehr als ein Ausflug: Er war ein Blick in mögliche eigene Zukunftswege – in Studium, Forschung oder Entwicklung. Dass Schule solche Perspektiven eröffnen kann, zeigte diese Exkursion wieder einmal eindrucksvoll.
Das Platen Gymnasium unterstrich damit einmal mehr seinen Anspruch, junge Menschen nicht nur auszubilden, sondern für Wissenschaft zu begeistern.
"Unsere Schülerinnen und Schüler haben durch ihre Offenheit für die gezeigte Wissenschaft und ihre vielfältigen, intelligenten Fragen an die Forschenden diesen Anspruch aus unserer Sicht mehr als erfüllt!"
Bis zum nächsten Mal am KSI - schön war's!
Zum Seitenanfang
|
Zurück zu Artikel und Neuigkeiten
Shortlink